Studiengangsinfo

Weitere Informationen zu den Studiengängen der Fachrichtung Biologie sind hier zu finden.

Biologie

Der Bachelorstudiengang präsentiert ein weit gefächertes theoretisches, sowie praktisches Lehrangebot in nicht-biologischen Grundlagenfächern und praktisch allen Teildisziplinen der Biologie, das die Studierenden in die Lage versetzen soll, eine von acht Vertiefungsrichtungen, gemäß Interesse und Talent, sachorientiert auszuwählen. Innerhalb der gewählten Vertiefungsrichtung werden fortgeschrittene Lehrveranstaltungen mit erhöhtem Praxisanteil angeboten, um eine solide Basis für das Anfertigen der Abschlussarbeit zu bieten und eine Grundlage für die Entscheidung für ein Masterstudium zu legen.

Der Masterstudiengang Biodiversität und Ökologie ist als berufsqualifizierender Studiengang angelegt und steht allen qualifizierten Absolventen*inn*en biowissenschaftlicher Studiengänge (z.B. Biologie, Landschaftsökologie, Geoökologie, Umweltwissenschaften) offen. Das Masterstudium soll den Studierenden die für eine wissenschaftlich-berufliche Tätigkeit erforderlichen theoretischen und praktischen Fachkenntnisse in Form von frei wählbaren Modulen aus den Bereichen Ökologie, Biodiversität, Evolution, Morphologie, Naturschutz, Reproduktionsbiologie, Verhalten, Mikrobiologie und Physiologie vermitteln. Hierbei wird besonderer Wert auf methodisch-konzeptionelle Aspekte als Voraussetzung für selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten gelegt.

Der Masterstudiengang Molekularbiologie und Physiologie ist als berufsqualifizierender Studiengang ausgelegt und richtet sich an Absolvent*inn*en von Bachelorstudiengängen wie Biologie, Biochemie, Humanbiologie und inhaltlich vergleichbaren Studiengängen, die eine solide Ausbildung in biologischen Teildisziplinen wie Biochemie, Genetik, Mikrobiologie, Cytologie und Physiologie anbieten. Im Verlauf des Studiums wird eine weitere Vertiefung und Verbreiterung der Vorkenntnisse in Theorie und Praxis angestrebt. Vertiefungsmodule bieten die Möglichkeit, molekular-, mikro- und zellbiologische sowie physiologische Grundkenntnisse auszubauen. Fortgeschrittenenmodule sollen neben einer angemessenen inhaltlichen Breite schließlich eine fachliche Spezialisierung ermöglichen, die durch eine Masterarbeit zum erfolgreichen Abschluss gebracht wird. Neben der Qualifikation für eine spätere Promotion liegen die beruflichen Perspektiven der Absolvent*inn*en des Masterstudiengangs Molekularbiologie und Physiologie sowohl bei Unternehmen (z.B. Produktentwicklung, Qualitätsmanagement, Diagnostik, Arzneimittelzulassung, Lebensmitteltechnologie oder Marketing) als auch bei wissenschaftlichen Einrichtungen wie Universitäten oder Forschungsinstituten.

Humanbiologie

Im Bachelor wird ein breites und integriertes Grundlagenwissen, welches dem Stand der Fachliteratur entspricht, erworben. Der Bachelorstudiengang befähigt zum kritischen Verständnis wichtiger Theorien und Methoden, sowie deren Anwendung, was die selbstständige Gestaltung weiterführender Lernprozesse ermöglicht. Weiterhin wird die Kompetenz der Übernahme von Verantwortung in einem Team, sowie der fachbezogenen Positionierung gegenüber Wissenschaftlern und Laien erworben.

Der Masterstudiengang Humanbiologie ist als berufsqualifizierender Studiengang angelegt. Es werden naturwissenschaftliche und biomedizinische Inhalte und Methoden des Faches Humanbiologie vertieft und gefestigt. Es erfolgt eine deutliche Vertiefung in zwei Bereichen der Humanbiologie (Haupt- und Nebenfach). Im Masterstudiengang werden Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen erworben, die selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten, die Übernahme von herausgehobener Verantwortung in einem Team, sowie die weitgehend eigenständige Durchführung forschungs- oder anwendungsorientierter Projekte ermöglichen.

Humanbiolog*inn*en arbeiten eng mit Spezialisten anderer Fächer an Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit. Vor diesem Hintergrund sind einerseits Chancen in der Biotechnologie und andererseits Probleme häufiger Erkrankungen, wie Infektionen und Tumoren, zu nennen. Die Studieninhalte sind mit der Biomedizin oder der molekularen Medizin zu vergleichen. An der Universität Greifswald liegt der Schwerpunkt auf einer intensiven Ausbildung in modernen Labormethoden. Dabei ist die individuelle Betreuung der Studierenden von großer Wichtigkeit. Daher sind die Studienplätze bereits im Bachelorstudiengang streng limitiert (ca. 40 Plätze pro Jahr).

Einsatzgebiete für Humanbiolog*inn*en sind unter anderem die Forschung und Entwicklung in der Medizin, Biotechnologie, Biomaterialforschung und Biomedizintechnik. Absolvent*inn*en arbeiten in der pharmazeutischen und chemischen Industrie, an Universitäten und anderen akademischen Forschungsinstituten. Sie werden aber auch in Gesundheits- und Umweltämtern, Umweltlaboren, Gesundheitsorganisationen, in der Lebensmitteltechnologie und Gewerbeaufsicht, sowie in toxikologischen Beratungsstellen und in der Gerichtsmedizin benötigt.

 

Für mehr Infos rund um das Studium Humanbiologie lohnt sich ein Blick auf die Homepage des Humanbiologie e.V.

Landschaftsökologie und Naturschutz

Das Bachelorstudium vermittelt naturwissenschaftliche Grundlagen der Landschaftsökologie aus den Bereichen der Botanik, Geographie, Ökologie und Zoologie. Es wird Wert darauf gelegt, Genese und Formvielfalt der Landschaft in ihrem Zusammenspiel, sowie ihre funktionalen Verknüpfungen zu erfassen. Neben diesen „traditionellen“ Disziplinen werden weitere, für den Naturschutz relevante Bereiche, wie Umweltethik, Landschaftsökonomie und Recht, behandelt. Weiterhin erfolgt eine Erweiterung und Vertiefung der erworbenen Kenntnisse. Den Studierenden wird die Möglichkeit geboten, sich nach individuellen und fachspezifischen Neigungen und Interessen zu spezialisieren. Neben den Vorlesungen und Seminaren wird viel Wert auf das Absolvieren von Praktika und Exkursionen im In- und Ausland gelegt.

Der Masterstudiengang Landschaftsökologie und Naturschutz ist als berufsqualifizierender Studiengang angelegt. Aufgrund des erhöhten Anteils an internationalen Studierenden findet die Lehre überwiegend auf Englisch statt. Der Studiengang steht qualifizierten Absolvent*inn*en einschlägiger naturwissenschaftlicher Studiengänge (Biologie, Landschaftsökologie, Agrar- und Forstwissenschaft) sowie in Einzelfällen auch qualifizierten Absolvent*inn*en anderer Studiengänge offen. Der Masterstudiengang ist stark transdisziplinär ausgerichtet, aber in der Biologie verankert. Die Studierenden lernen, mit Blick auf Probleme der Landnutzung und des Naturschutzes, unterschiedliche disziplinäre Perspektiven einzunehmen und entsprechende Methoden einzusetzen. Dabei handelt es sich um biologische und landschaftsökologische Datenerhebungen, Analysen und Modellierungen ökosystemarer Veränderungen (Naturwissenschaft), ökonomische Berechnungen hinsichtlich der Kosten und Nutzen, die mit Landnutzungsoptionen verbunden sind (Landschaftsökonomie) und um eine kritische Reflexion auf einschlägige Werte und Normen (Umweltethik, naturschutzfachliche Bewertung). Die Studierenden werden durch hohe Methodenkompetenz zu eigenständigem transdisziplinären Arbeiten im Bereich der Landschaftsökologie befähigt.

Ein Einsatz der Absolvent*inn*en wird erfolgsversprechend gesehen in: Natur- und Landnutzungsbehörden, Schutzgebietsverwaltung, Naturschutz- und Wirtschaftsverbänden, privaten Unternehmen mit Aufgabenfeldern in Naturschutz und Landnutzung, landschaftsökologisch ausgerichteten Forschungseinrichtungen, Umweltbildung und -politik, sowie im Bereich der naturschutzorientierten Entwicklungshilfe.