B.Sc. Landschaftsökologie und Naturschutz

Landschaft verstehen

Das Studium beginnt mit der Vermittlung naturwissenschaftlicher Grundlagen aus den Bereichen Botanik, Geographie, Ökologie und Zoologie. Wert wird insbesonderedarauf gelegt, Genese und Formenvielfalt der Landschaft zu erfassen und in ihrer funktionalen Verknüpfung zu begreifen.
Neben diesen "traditionellen" Disziplinen werden weitere, für den Naturschutz ebenfalls bedeutende Bereiche wie Umweltethik (untersucht Normen und Werte, die unser Verhalten gegenüber der Natur bestimmen), Landschaftsökonomie (untersucht die Kosten und den Nutzen, welche im Interesse des Naturschutzes anfallen und vermittelt Wissen über Land- und Forstwirtschaft) und Recht (für die Naturschutzarbeit wichtiges Wissen über internationales, europäisches und nationales Recht und dessen Anwendung) vermittelt.

Wissen vertiefen

Das weitere Studium dient der Erweiterung, Vertiefung und Spezialisierung der im bisherigen Studium erworbenen Kenntnisse. Es bietet den Studierenden die Möglichkeit ihr Studium nach individuellen und fachspezifischen Neigungen und Interessen auszurichten. Spezialisierungen sind in folgenden Fachgebieten möglich:

  • Landschaftsökonomie
  • Vegetationsökologie
  • Gewässerökologie
  • Tierökologie
  • Moorökologie
  • Bodenökologie
  • Geologie / Paläontologie
  • Umweltethik
  • Internatioaler Naturschutz
  • Botanik / Pflanzenökologie

Studium im Freien

Vorlesungen und Seminare werden durch Praktika und Exkursionen ergänzt.

  • Tagesexkursionen: Während der Vorlesungszeit finden jeden Samstag Exkursionen zu verschiedenen zoologischen und botanischen Themen statt.
  • Geographische Praktika und Exkursionen: Auch zu geographischen Themen wie beispielsweise der Bodengeographie und Geomorphologie werden Exkursionen angeboten.
  • Botanische, ökologische und zoologische Übungen und Praktika: Mehrtägige Veranstaltungen in der vorlesungsfreien Zeit wie beispielsweise ein einwöchiges ökologisches Praktikum in der Biologischen Station der Universität auf der Insel Hiddensee, die aufgrund ihrer Küstenarten und ihres besonderen Status als Nationalparkgebiet eine Vielfalt von aquatischen und terrestrischen Lebensräumen wie beispielsweise die Flachgewässer des Bodden, die offene Ostsee, Salzwiesen, Küstendünenheide und Trockenrasen, daneben verschiedenen Waldhabitate und Grünlandflächen bietet.
  • Auslandsexkursionen: Im späteren Verlauf ders Studiums kann an Auslandsexkursionen in verschiedenste Regionen (Afrika, Asien, Osteuropa, Nordeuropa, Nordamerika,...) teilgenommen werden.
  • Großpraktikum: Ebenfalls für fortgeschrittene Studierende werden in der verschienen Vertiefungsrichtungen Großpraktika angeboten. Diese finden als ein- bis dreitägie Exkursionen statt. Zu den Zielen zählen Rügen, Hiddensee, das deutsche und polnische Odertal und viele weitere spannende Gebiete mit hoher Relevanz für den Naturschutz.

Nach dem Studium

Der Einsatz der Absolventen wird erfolgsversprechend gesehen in:

  • Naturschutz- und Landnutzungsbehörden
  • Schutzgebietsverwaltungen
  • Naturschutz- und Wirtschaftsverbänden
  • privaten Unternehmen mit Aufgabenfeldern in Naturschutz und Landnutzung
  • landschaftsökologischen Forschungseinrichtungen
  • Umweltbildung und -politik
  • naturschutzorientierter Entwicklungshilfe