KoInfekt :: Aufklärung der Pathomechanismen bakto-viraler Koinfektionen mit neuen biomedizinischen Modellen

Virale Infektionen im Nasenrachenraum bereiten den Weg für bakterielle Sekundärinfektionen, die den Krankheitsverlauf entscheidend beeinflussen. Besonders Koinfektionen von Influenzaviren mit Pneumonie-auslösenden Bakterien sind mit hohen Morbiditäts- und Mortalitätsraten weltweit ein großes Problem und belasten die Gesundheitssysteme stark.

KoInfekt hat zum Ziel, die Erreger-Wirt-Interaktionen, den Krankheitsverlauf und die Immunantwort des Wirtes bei Koinfektionen aufzuklären, um neue Strategien für die Bekämpfung und Prävention aufzuzeigen. Dabei soll der Einfluss des Mikrobioms berücksichtigt werden. Die Ko-Pathogenese von Influenzaviren und den wichtigsten bakteriellen Erregern einer Sekundärinfektion, Streptococcus pneumoniae, Streptococcus suis, Staphylococcus aureus sowie Streptococcus pyogenes, wird mit Primärzellen in vitro und in vivo analysiert. Die in vivo-Studien erfolgen im Schwein, dem relevanten natürlichen Erreger-Wirts-System, und werden mit experimentellen Infektionsmodellen in der Maus verglichen.

Herausragendes Ziel des Verbundes ist es, das Schwein am Beispiel der Koinfektion von Influenza A Viren und Bakterien als humannahes biomedizinisches Infektionsmodell zu etablieren. So sollen Analysen und Prognosen ermöglicht und molekulare Biomarker für Koinfektionen etabliert werden. Mit diesem Konzept soll der Verbund KoInfekt die Translation der Ergebnisse von experimentellen Infektionsmodellen in die klinische Anwendung beim Menschen verbessern.



Forschungsprojekt im Rahmen der Landesexzellenzinitiative Mecklenburg-Vorpommern, gefördert von der Europäischen Union (ESF)